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Zwerghamster

Wo kommen sie her und wo leben sie?

Es gibt mehr als 10 verschiedene Zwerghamsterarten, wovon im Tierfachhandel in der Regel 4 Arten angeboten werden: Der Russische-, Campbell-, Roborovski und Chinesische Zwerghamster. Der Russische Zwerghamster (7-10 cm) wurde 1770 erstmalig erwähnt und kommt ursprünglich vor in Nordkazachstan (Sibierien). Er wird auch Sibirischer oder winterweisser Hamster genannt, weil er im Winter ganz weiss werden kann. Ein anderer Name für den Russischen Hamster ist Dzjugarischer Zwerghamster. Der Campbell-Zwerghamster (8-11 cm) kommt ursprünglich aus dem Norden der Mongolei, Altai, Tura und der Mandschurei. Dieser Zwerghamster wurde in 1905 entdeckt und ist eng mit dem Russischen Zwerghamster verwant.Er ist bekannt wegen seiner typischen Geräusche und hat einen etwas feurigeren Charakter als der Russische Zwerghamster. Der Roborovski-Zwerghamster (7-9 cm) kommt ursprünglich aus der Süd- und Westmongolei, Nordchina und der Mandschurei. Er wurde 1929 entdeckt und wurde erst 1970 zum Haustier, nachdem er zuvor in Laboratorien verwendet wurde. Dieser Hamster ist der Kleinste der vier hier beschriebenen Arten. Zwerghamster bewohnen Trocksteppen, Getreidefelder, Sandflächen und Halbwüsten. Obwohl sie im Allgemeinen in Trockregionen leben, können sie in der echten Wüste nicht überleben. Der Russische und der Chinesische Zwerghamster kommen auch in von Menschen bewohnten Gebieten vor. Der Chinesische Zwerghamster bewohnt neben Steppen und Halbwüsten auch Wälder und Gebirgsregionen, in echten Wüsen jedoch können sie nicht überleben. Sein Körper ist dementsprechend angepasst.

 

Unterbringung: Wo fühlt sich ein Zwerghamster zuhause?

Russische Zwerghamster springen nicht und sind keine guten Kletterer. Daher können sie prima in einem offenen Glaskasten oder einem feingittrigen Hamsterkäfig gehalten werden. Der Roborovski-Zwerghamster dagegen kann wohl gut springen – daher ist bei Unterbringung im Glaskasten ein Deckel erforderlich. Der Chinesische Zwerghamster kann am besten in einem Gitterkäfig oder einem Glaskasten mit viel Klettermaterial untergebracht werden. Achten Sie wohl darauf, dass der Käfig bzw. Kasten „ausbruchssicher“ ist. Die optimale Umgebungstemperatur liegt bei 15 bis 21 Grad Celsius. Als Bodenbeckung können Holzfasern mit obendrauf einer kleine Lage Heu verwendet werden. Bevorzugen Sie Nestmaterial aus Papierschippseln, bitte keine synthetischen Fasern. Zur Fellreinigung kann ein Schälchen mit darin Chinchillabadesand verwendet werden. Es sollte eine Wasserflasche bevorzug werden, da ein Trinknapf oftmals umfällt und immer wieder schnell mit Bodenstreu voll ist; ausserdem besteht hierbei für junge Hamster Ertrinkungsgefahr. Ein Schlafhäuschchen und ein Laufrad dürfen im Zwerghamsterheim nicht fehlen.

 

Kennzeichen und Eigenschaften

Die Russische, Campbell- und Roborovski-Zwerghamster gehören zu den Kurzschwanzzwerghamstern. Sie haben einen ziemlich runden Körperbau mit einem derart kurzen Stummelschwanz, der so kurz ist, dass er so eben aus dem Fell hervor guckt. Diese Hamster leben in der Natur in Gruppen. Sie können gut graben, jedoch nicht besonders klettern. Sie halten keinen Winterschlaf. Wenn die Tage kürzer werden, kann das Fell helle Flecken bekommen oder – beim Russischen Zwerghamster völlig weiss werden. Während dieser Winterbehaarung sind die männlichen Zwerghamster zeitweilig unfruchtbar worden. Die Duftdrüsen dieser drei Zwerghamsterarten befinden sich an der Bauchseite. Sie verwenden diese Drüsen zum markieren ihres Territoriums. Sie werden ca. 2 Jahre alt. Die Chinesischen Zwerghamster gehören zu Familie der Langschwanzzwerghamster und sind ausgezeichnete Kletterer. Der Umgang miteinander ist nicht besonders freundlich, und manchmal müssen sie aus diesem Grunde solitär, also allein, im Käfig gehalten werden. Manche Pärchen können wohl friedlich miteinander leben. Der Körperbau ist ziemlich schlank, wobei sich das Männchen durch einen gross entwickelten Hinterkörper mit grossen Hoden auszeichnet. Bei diesen Zwerghamstern befinden sich die Duftdrüsen an den Flanken auf Hüfthöhe, zu sehen als kleiner, dunkler Fleck. Der Chinesische Zwerghamster kann ca. 3 Jahre alt werden.

Der tägliche Speiseplan

In der freien Natur fressen Zwerghamster viel Samen, Getreide und Kräuter. Auch tierisches Futter steht auf dem Menü: Ameisen, Schnecken, Käfer, Spinnen, Heuschrecken, Grillen. Einige Zwerghamster fressen ihren eigenen Kot, vor allem den etwas weicheren Stuhlgang. Dies ist normal und gesund, da der Kot viele Vitamine enthält. Obst und Gemüse müssen in kleinen Portionen gereicht werden. Auch getrocknete Rosinen und Nüsse (geröstet oder ungeröstet und ungesalzen) dürfen gereicht werden. Dies versteht sich als Extra und darf das Basisfutter nicht verdrängen. Frisches Trinkwasser muss stets vorhanden sein.

 

Achten Sie auf seine Gesundheit

Trotz seiner kurzen Lebenserwartung ist der Zwerghamster ein starkes, gesundes und vor Krankheiten widerstandsfähiges Tier. Natürlich kann auch der Zwerghamster erkranken. Wir geben Ihnen hier einige Tips, wie Sie Erkrankungen erkennen können. Allgemeine Anzeichen einer Erkrankung sind u.a. Trägheit, Apathie, ein hochgezogener Rücken, Abmagerung, mangelnder Appetit, ungesundes Fell, unregelmässige Atmung, übermässiger Durst, dunkle Flecken unterm Schwanz (Durchfall). Der Zustand des Käfigs verrät oft viel: Es sollte angenehm riechen und sauber sein. Viele Erkrankungen können durch konsequente Hygiene im Käfig, in der Umgebung und beim Tier selbst verhindert werden. Ebenso ist gutes Futter lebenswichtig. Suchen Sie bei Erkrankungen einen Tierarzt auf, der sich gut mit den spezifischen Zwerghamstererkrankungen auskennt.

 

 

Die Zwerghamsterzucht

Für die Zucht müssen die Zwerghamster mindestens 3 bis 4 Monate alt sein. Die besten Zuchtresultate erzielt man mit dem Russischen-, Campbell- und Roborovski-zwerghamstern, wenn man sie als Pärchen hält. Bei der Begattung des Chinesischen Zwerghamsters hingegen bringt man besser das Weibchen zum Männchen. Bleiben Sie beim Begattungvorgang anwesend und greifen Sie – falls erforderlich – bei ersten Anzeichen eines Kampfes ein. Probieren Sie es am nächsten Abend erneut. Hamster sind alle 4 Tage paarungsbereit. Nach einer Tragezeit von 18-21 Tagen werden 4 bis 7 Jungtiere geworfen. Lassen Sie die Jungen mindestens 4 bis 5 Woche bei der Mutter. Beim Roborovski-Zwerghamster müssen die Jungen sogar noch 2 weitere Wochen bei der Mutter bleiben. Die Zucht der Zwerghamster kann manchmal sehr schnell gehen und dann wieder eine Zeitlang stagnieren. Dies Pause liegt oftmals an der Abnahme der Lichtstundenzahl während der Wintermonate.Überlegen Sie bitte bevor Sie mit der Zucht beginnen, ob es auch Abnehmer für den Nachwuchs gibt – so vermeiden Sie unnötige Probleme. Es ist auch möglich, Gruppen zu bilden aus einem Geschlecht: Beim Russischen Zwerghamster kann dies am besten mit Männchen, und beim Campell Zwerghamster mit Weibchen.