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Goldhamster (Syrischer Hamster)

Wo kommen sie her und wie leben sie?

Es gibt mehr als 20 verschiedene Hamsterarten in verschiedenen Grössen. Der Syrische Hamster, auch Goldhamster genannt, ist ein mittelgrosser Hamster (12-15cm). Er wurde 1797 zum ersten Mal erwähnt, und zwar in dem Buch „The Natural History of Aleppo“, einer Stadt in Nordsyrien. 1930 wurden erstmalig Hamster mit Erfolg in Laboratorien gezüchtet. Man hielt sie damals, um ihr Fortpflanzungsverhaltung und ihre Ernährungsweise zu studieren. Ab 1945 traten sie erfolgreich ihren Einzug als Haustier an. Die vielen verschiedenen Farb- und Fellvariationen haben den Syrischen Hamster zu einem beliebten Haustier gemacht, das leicht zu halten. Seit jeher lebt er in den (Halb-)Wüsten des Mittleren Ostens und Kleinasiens.

Unterbringung: Wo fühlt sich ein Goldhamster zuhause?

Ein Tier je Käfig ist beim Goldhamster die goldene Regel. Auch in der Wildnis lebt der Goldhamster allein. Ein geräumiges und gediegenes Unterkommen ist ein Erfordernis. Die Behausung muss trocken sein und darf nicht im Zug oder direkt in der Sonne stehen. Hamster sind die geborenen Ausreisser und müssen daher in einem guten schliessenden Käfig oder einem Aquarium mit Deckel untergebracht werden. Eine gute Belüftung ist erforderlich, um eine Lungenentzündung, verursacht durch Urindämpfe, zu verhindern. Die Behausung muss so eingerichtet sein, dass der Hamster klettern, graben und spielen kann. Als Bodenbedeckung sind u.a. Holzfasern geeignet mit obendrauf einer Lage Papierschnipsel und Heu. In einem Hamsterkäfig muss eine Schlafecke zur Verfügung stehen, und ein Laufrad darf selbstverständlich auch nicht fehlen. Während Transport oder Reinigung des Käfigs ist es praktisch, den Hamster in einem ventilierenden Transportschälchen aus Plastik mit gut schliessendem Deckel unterzubringen. Die Mindestabmessung eines Käfigs ist 50x30x30cm (LxBxH), ein grösserer Käfig ist jedoch zu bevorzugen, da das Tier sehr aktiv in seinem Käfig hin und her läuft. Käfige mit einer oder sogar mehreren Etagen sind sehr geeignet für den Hamster, vor allem aber sollte dem Hamster genügend Spielzeug und Versteckmaterial zur Verfügung stehen, damit unser kleiner Freund sich nicht langweilt.

 

Kennzeichen und Eigenschaften

Kennzeichnend sind die Backentaschen, die zum Sammeln und Transportieren des Futters gebraucht werden. Diesem „Hamstern” verdankt das Tier seinen Namen. Auffallend sind des weiteren die deutlich sichtbaren Hüftdrüsen, die als nasse, dunkle und oftmals sogar kahle Stellen zu beiden Seiten des Körpers sichtbar sind. Diese Drüsen werden zur Abgrenzung des Territoriums eingesetzt. Goldamster können gut graben und verhältnismässig gut klettern. Ihr Geruchssinn und das Gehör sind gut entwickelt, deutlich weniger ausgeprägt hingegen das Sichtvermögen und das Einschätzungsvermögen von Höhen. Stürze sind daher zu verhindern. Die Tiere sind vor allem in der Nacht und Abenddämmerung aktiv. Den Tag bringen sie zum grossen Teil schlafend durch. Der erwachsene Goldhamster lebt solitär, d.h. allein. Die gemeinsame Unterbringung von Tieren führt unvermeidlich zu Kämpfen. Die Raumtemperatur darf im Winter nicht kälter als 10 Grad werden, da die Tiere ansonsten durch die Kälte versteifen (Winterschlaf). Wenn sie nicht richtig festgehalten oder tagsüber roh aus dem Schlaf gerissen werden, können sie beissen. Hamster sind neugierig und geniessen von Aufmerksamkeit der Pflegers, aber sie haben auch ihre Ruhe nötig. Es sollte daher auch nur dosiert geschmust werden. Die Farbe der Zähne ist okergelb, die Vorderzähne stehen oftmals in einer V-Form. Goldhamster werden im Schnitt 1 bis 3 Jahre alt.

 

 

Die Goldhamsterzucht

Die Goldhamsterzucht ist ganzjährig möglich. Der jeweilige Zuchterfolg ist jedoch vor allem abhängig von der Raumtemperatur und der Lichtstundenzahl. Im Alter von 12 Wochen kann der Hamster zur Zucht eingesetzt werden. Das Weibchen ist einmal alle 4 Tage brünstig bzw. deckungsreif. Es stellt sich dann stocksteif, mit gestrecktem Rücken und dem Schwanz gerade in der Luft, vor das Männchen. An anderen Tagen wird das Männchen nicht akzeptiert. Bringen Sie zum Decken immer das Weibchen zum Käfig des Männchen. Die späten Abendstunden eignen sich am besten zum Decken. Sollten die Tiere kämpfen, greifen Sie bitte sofort ein und holen Sie das Weibchen aus dem Käfig des Männchens. Passen Sie dabei bitte auf Ihre Hände auf. Probieren Sie es am folgenden Abend erneut. Nach einer Tragezeit von 16 Tagen werden die Jungen geboren. Während und nach der Geburt ist Ruhe lebenswichtig, da die Mutter – wenn sie sich bedroht fühlt – gelegentlich die eigenen Jungen auffrisst. Im Durchschnitt werden je Wurf 6 bis 8 Junge geboren. Nach 4 bis 5 Wochen können sie von der Mutter getrennt werden, und sind sie in der Lage, selbstständig zu leben. Überlegen Sie bitte bevor Sie mit der Zucht beginnen, ob Sie genügend Abnehmer für den oftmals zahlreichen Nachwuchs haben werden.

 

Der tägliche Speiseplan

Goldhamster sind Allesfresser und neben Pflanzen und Samenfutter fressen sie gerne tierisches Eiweiss. Als Basisfutter kann eine komplette Hamstermischung gereicht werden. Die Bedürfnisse sind je Tier unterschiedlich. Sie fressen zwischen 10 bis 20 Gramm täglich. Einige Hamster sind wild auf einen Teelöffel Joghurt oder Quark (ausgezeichnet für die Darmflora). Sorgen Sie für ausreichend Material an dem sich das Tier seine Zähne schleifen kann wie z.B. ein Hundekeks, harte Brotkrusten, Zweige, Nüsse usw. Snacks sollten nur in gelegentlich angeboten werden, da der Hamster ansonsten zu wenig vom Basisfutter frisst. Der Hamster sammelt und versteckt ein Futter gerne (er hamstert) – diese Verstecke sollten kontrolliert werden, bevor neues Futter gereicht wird. Frisches Trinkwasser sollte stets ausreichend vorhanden sein – wir empfehlen, dies aus Trinkflaschen anzubieten.

Wie halte ich einen Goldhamster richtig fest?

Zahme Hamster können mit beiden Händen “hochgeschaufelt” werden. Achten Sie darauf, dass der Hamster auf einer Handfläche sitzt und halten Sie die andere Hand schützend über das Tier, so dass es nicht hochspringen oder fallen kann. Das Tier kann auch vorsichtig mit einem Becher hochgeschaufelt werden. Weniger zahme Hamster oder ängstliche Tier können mit zwischen Daumen und Zeigefinger am Nackenfell hochgehoben werden. Manchmal ist es erforderlich, Handschuhe zu tragen, um nicht gebissen zu werden.

 

Achten Sie auf seine Gesundheit

Trotz ihrer verhältnismässig kurzen Lebenserwartung sind Hamster durchaus starke, gesunde Tier und nicht besonders krankheitsanfällig. Natürlich werden auch Hamster krank. Wir geben Ihnen gerne einige Tips, um Krankheiten zu erkennen. Allgemeine Krankheitssymtome sind u.a. Trägheit, Apathie, ein hochgezogener Rücken, Abmagern, mangelnder Appetit, ungesundes Fell, unregelmässige Atmung, übermässiger Durst, Flecken unterm Schwanz (Durchfall). Der Zustand des Käfigs verrät viel: Er sollte frisch und sauber riechen. Viele Erkrankungen sind durch konsequente Hygiene im Käfig, der Umgebung und dem Tier selbst zu verhindern. Gesunde Ernährung ist lebenswichtig. Suchen Sie im Krankheitsfall einen Tierarzt auf, der sich mit den spezifischen Hamster-krankheiten auskennt.